Das Jahr 2020 war mit Sicherheit ganz anders, als wir es noch zu Beginn des Jahres gedacht hatten. Dennoch gilt es, am Jahresende einmal zurückzublicken – und so wenig ist trotz Corona nicht passiert:


Januar

Die Wölflinge starten nach der traditionellen Gesellschaftsspiele-Gruppenstunde nach den Weihnachtsferien mit einer Projektwahl und wählen das Projekt „Experimente“.

Ein schleimiges Experiment der Wölflinge

Einige Leiter*innen besuchen eine Fortbildung zur „Erlebnispädagogik“ im Café Pan.


Februar

Der Februar beginnt mit dem Ausflug der Leiterrunde ins schöne Münster. Hier hatten wir zwei unbeschwerte Tage bei mäßigem Wetter.

Am Samstag schien in Münster die Sonne, der Sonntag war leider verregnet.

Die Wölflinge experimentieren fleißig weiter. Ende Februar endet das Projekt „Experimente“ mit einer gemeinsamen Übernachtung im Pfadfinderhaus. Anlässlich dieser Aktion wird erstmals Corona bei uns zum Thema; der geplante Ausflug zur Phänomenta nach Lüdenscheid wird letztendlich aufgrund eines dort aufgetretenen Falles durch einen Besuch im Wildwald Voßwinkel ersetzt. Die Kinder (und Leiter*innen) haben trotzdem eine Menge Spaß.


März

Zunächst läuft alles normal. Wir begrüßen eine neue Leiterin in unserer Runde und im Leitungsteam der Wölflinge. Sie darf in ihrer ersten Gruppenstunde zusammen mit den Kindern den Umgang mit dem Taschenmesser üben .

Noch in der selben Woche, am 13.03.2020, verkündet Ministerpräsident Armin Laschet die Schließung der Schulen und wir schließen uns der Empfehlung des Bundesverbandes an, ab diesem Zeitpunkt die Gruppenstunden auszusetzen. Bereits am 16.03. erhalten die Wölflinge die erste von mehreren PDF-Dateien mit Inhalten und Anregungen zur Gruppenstunde zuhause.

Ein kleines Kunstwerk, entstanden im ersten Lockdown

April

Anfang April treffen sich die Leiter erstmals in einer Videokonferenz. Bereits zuvor fällt der Startschuss für die die Aktion „Osterlichter„, welche aufgrund aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung wiederbelebt wurde. Die Verteilung erfolgt weitgehend kontaktlos, es besteht allerdings die Möglichkeit zu einer Spende. Das Geld wird an Misereor weitergeleitet. Ostersonntag leuchten die roten Lichter in der Stadt.

Osterlichter erhellen die Nacht.

Das geplante Großspiel zum Georgstag muss abgesagt werden.


Mai

Die Wölflingsleiter*innen bereiten für die Kinder „Pfingsten in der Tüte“ vor, da das traditionelle Pfingstlager nicht stattfinden kann. Parallel wird auf der Homepage auf Online-Angebote verwiesen. Die vielen positiven Rückmeldungen und einige Bilder von Zelten im Garten und selbstgemalten Bannern helfen auch den Leiter*innen in dieser schwierigen Zeit.


Juni

Mit kleiner Delegation besuchen wir den Fronleichnams-Gottesdienst auf dem Stiftsplatz. Die Leiterrunde löst sich langsam endgültig aus der „Schockstarre“ und schaut vorsichtig in die Zukunft des Stammes unter Corona-Bedingungen. Es zeigt sich allerdings, dass das Thema verständlicherweise unterschiedlich emotional gesehen wird.

Das Sommerlager fällt Corona leider zum Opfer.


Juli und August

Wir dürfen in den Ferien Programm anbieten – sogar ohne Maske und Abstandsregelung, sofern maximal 20 Personen in einer Kleingruppe teilnehmen. Der Pfadfindersommer beginnt. Innerhalb der Sommerferien bieten wir viele tolle Aktivitäten für die Kinder und Jugendlichen an. Währenddessen sind einige Leiter und ältere Mitglieder am Pfadfinderhaus aktiv: Unterhalb des Hauses wird fleißig gepflastert.

Impressionen des Pfadfindersommers

Auch eine abendliche Runde eines Teils der Leiterrunde am Lagerfeuer nach getaner Arbeit ist trotz Corona nun möglich. Die Wölflingsleiter treffen sich ebenfalls miteinander zur Planung des weiteren Vorgehens.

Nach den Ferien sind wieder physische Gruppenstunden erlaubt – wenn auch zum Beispiel bei den Wölflingen nur in Kleingruppen.


September

Anfang September zelten ein paar der Leiter unter Beachtung der Corona-Bestimmungen am Wochenende am Pfadfinderhaus – alleine schon, um zumindest einmal gezeltet zu haben und nach wochenlanger eingeschränkter Arbeit den Zusammenhalt zu stärken. Parallel absolviert unser Neuzugang vor Ort den ersten Teil der Leiterausbildung der DPSG. Zudem ist am Monatsende mit wenigen Personen aus der Leiterrunde ein Kartoffelbraten möglich. Die Gruppenstunden laufen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten weiter.

Ende September werden die „alten“ Wölflinge von ihren Leitern bei einer kleinen Wanderung verabschiedet. Mit den baldigen Herbstferien wechseln sie zu den Jungpfadfindern. Außerdem verabschiedet sich Sophia im September aus dem Wölflingsleiter-Team. Danke für deinen Einsatz.


Oktober

E-Mail-Bewerbung statt Schnuppergruppenstunde. Am 05.10. werden die Wölflinge ausgelost, die nach den Herbstferien neu bei uns anfangen dürfen. Am 06.10. findet die im Frühjahr ausgefallene (aber per Satzung vorgeschriebene) Stammesversammlung statt. Mit Ana Jesildic wird eine neue Stammeskuratin gewählt. Dirk Lankowski scheidet nach zwei Amtszeiten aus dem Amt aus.

Unser neuer Vorstand

Ende Oktober findet noch genau eine Gruppenstunde bei den Wölflingen mit den sieben neuen Kindern auf dem Außengelände statt. Theoretisch dürften wir laut Rechtsvorgaben mit 30 Personen eine Gruppenstunde durchführen, was aber derzeit nicht vernünftig und machbar ist.


November

Obwohl rechtlich möglich, stellen wir den Gruppenstundenbetrieb aufgrund der hohen Infektionszahlen wieder ein.

Parallel laufen allerdings die Vorbereitungen der Corona-Challenge, bei denen die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Familie oder alleine Aufgaben lösen können. Mitte November wird die erste Aufgabe gestellt.

Bei den Wölflingen geht inzwischen buchstäblich die Post ab – die Kinder sind aufgerufen, sich gegenseitig Briefe zu schreiben. Außerdem gestalten sie in Heimarbeit Kernzengläser, die später unter anderem an Seniorenheime verschenkt werden.


Dezember

Weihnachtsmarkt trotz Corona. Bäume, Getränke und Waffeln gibt es im Drive-In am 12. Dezember. Den Freitag zuvor schlagen wir die Bäume. Dokumentiert wird unser Drive-In durch ein Filmteam des Erzbistums Paderborn für eine Advents-Folge „LiboriTV“.

So geht es auch mit Abstand…

Zudem holen wir trotz Corona das Friedenslicht aus Dortmund nach Meschede. Alle diese Aktivitäten finden leider weitgehend unter Ausschluss der Kinder und Jugendlichen statt. Viele der Kinder holen sich allerdings das Friedenslicht ab.

Kurz vor Weihnachten gibt es noch eine sehr schöne Überraschung: Wir haben beim Vereinswettbewerb der Sparkasse Mitten im Sauerland den Corona-Sonderpreis gewonnen, den zweiten Platz in der Kategorie „Soziales“ geholt und bekommen noch einen Bonus für eine besonders schnelle Anmeldung zu diesem Wettbewerb. Mit dem Geld kann unser Gelände am Pfadfinderhaus weiterentwickelt werden. Vielen Dank dafür!

Eine kleine Überraschung in Form von Weihnachtspost erhalten auch unsere Mitglieder. Mit dabei sind eine Packung Streichhölzer und ein Anzünder für ein kleines Lagerfeuer am Jahresende. Denn dieses gab es eigentlich viel zu wenig in 2020.


Es war definitv nicht immer einfaches Jahr für uns – dies gilt vermutlich für jeden. Dennoch schauen wir nun positiv in die Zukunft und schließen das Jahr mit einem Zitat ab:

Wende dich zur richtigen Seite und gehe vorwärts.

Lord Robert Baden Powell