Warum solltest ausgerechnet DU Pfadfinderleiter*in werden? Vielleicht können wir dich mit den nachfolgenden Bildern und Texten überzeugen:


Als Leiter*in bis du für die Kinder deiner Altersstufe ein wichtiges Vorbild und Bezugs- und Ansprechperson. Und das nicht nur am Lagerfeuer…

Als Leiter*in unterstützt du Kinder und Jugendliche dabei, Vorhaben gemeinsam zu planen, durchzuführen und die Ergebnisse gemeinsam zu reflektieren („learning by doing“). Du ermutigst sie, sich auszuprobieren, neue Erfahrungen zu machen und so ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu erweitern. Hierbei bist du bereit, an dir selbst zu arbeiten, dein Handeln zu reflektieren und dich selber, zum Beispiel durch Weiterbildungen, zu entwickeln.

Ganz ehrlich: Was gibt es schöneres, als bei Nacht im warmen Schlafsack im Zelt zu liegen und die Regentropfen auf selbiges prasseln zu hören? In der Natur zu leben und diese vor der eigenen Haustür zu erleben ist eines unserer Anliegen. Einfaches Leben im Zeltlager – ohne Strom und Heizung – ist eine unheimliche Bereicherung.

Als Leiter*in vermittelst du Zuversicht und lebst Offenheit, Fairness und Wertschätzung vor. Du ermutigst Kinder und Jugendliche, Verantwortung für das eigene Leben und die Gruppe zu übernehmen.

Du verstehst dich als Anwält*in der Kinder und Jugendlichen und vertrittst deren Interessen. Du gibst jedem Kind und jeder*jedem Jugendlichen die Möglichkeit zur freien Entfaltung und achtest die Bedürfnisse und Grenzen.

Wir machen Abenteuer möglich. Eine Übernachtung irgendwo in der freien Natur? In Wales am Strand unterm faszinierenden Sternenhimmel einschlafen und morgens den Sonnenaufgang aus dem Schlafsack bewundern? Eine Nacht bei Schnee und Kälte im Wald? Alles kein Problem. Als Leiter*in gibst du Impulse und ermöglichst solche tollen Erfahrungen.

Neben der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gibt es auch immer mal wieder Aktivitäten der Leitungsrunde – dies kann ein (Fortbildungs-) Wochenende, eine Partie Gummihuhn-Golf oder ein lockeres Treffen sein.

Lagerfeuer und Gitarre, das gehört einfach dazu. Die Stimmung ist unbeschreiblich, aber immer wieder schön. Das musst du erlebt haben!

Wir sind diesen vielfältigen Lebenswegen gegenüber offen und heißen alle Menschen in ihrer Einzigartigkeit willkommen. So entsteht eine Collage von vielen verschiedenen Menschen und Lebenswegen, die das große Gesamtbild der DPSG nach außen hin prägen. Wir nehmen jedes Mitglied in seiner Einzigartigkeit als Bereicherung wahr.

Kreativität und Einfallsreichtum, Improvisationstalent und Spontanität haben bei uns ihren Platz.

Es darf bei uns auch mal wild zugehen. Auf dem Boden wälzen, spielerische Raufereien, wilde Spiele, bei denen du außer Atem kommst, mit Kindern um das Rugby-Ei kämpfen, durch den Matsch laufen,…

Robert Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinderbewegung, prägte den Satz “ „A week of camp life is worth six months of theoretical teaching in the meeting room.“. Und es ist wahr – was Kinder und Jugendliche im Zeltlager an Sozialkompetenz erwerben können, ist erstaunlich. Und praktische Erfahrungen auf verschiedensten Gebieten kommen noch dazu.

Wir wollen die Welt ein wenig besser verlassen, als wir sie vorgefunden haben. Dafür setzen wir uns ein – zum Beispiel bei der jährlichen Aussendung des Friedenslichtes. Aktivitäten führen wir regelmäßig „für den guten Zweck“ durch und spenden den Erlös.

Auch wenn es mal Diskussionen gibt und manche Aufgabe nicht immer so angenehm erscheint, macht es Spaß, zusammen zu arbeiten und gemeinsam etwas zu gestalten. In der Leitungsrunde, im Leitungsteam und in/mit der Gruppe…

 


Hat dich das überzeugt? Dann melde dich unter vorstand@dpsg-meschede.de oder sprich einen von uns an. In einem persönlichen Gespräch beantworten wir gerne deine Fragen und besprechen, wie du Pfadfinderleiter*in werden kannst. Probier es aus!

Noch nicht überzeugt? Dann lies hier Erfahrungsberichte aus erster Hand:

Daniel (41, Wölflingsleiter)

Mein Name ist Daniel. Ich bin Wölflingsleiter – schon seit 2001. Also inzwischen 21 Jahre. Das ist schon verdammt lange.

Ich erinnere mich noch, als mich damals ein Leiter unseres Stammes im Rahmen des Weihnachtsmarktes im Jahr 2000 fragte, ob ich nicht Lust hätte, bei den Wölflingen einzusteigen. Damals war ich Rover, aber für mich war klar, dass ich gerne irgendwann anderen das zurückgeben will, was ich selber in allen den Jahren erfahren habe – eine tolle Zeit. Also ging ich im Januar 2001 das erste Mal zu den Wölflingen, spielte und tobte mit den Kindern und assistierte den bei ersten Projekten. Ich lernte, wie man Gruppenstunden plant und durchführt und in den regelmäßigen Leiterrunden, wie man Aktivitäten und Aktionen vorbereitet. Klar, schon damals waren die Kinder bisweilen wild und frech – das sind sie heute auch noch. Die einen mehr, die anderen weniger. Aber wir vermitteln ganz nebenbei Werte, die die Welt etwas besser machen können. Und aus Kindern werden Erwachsene, die ausgestattet mit diesen Werten die Welt etwas besser machen können.

Im Jahr 2002 fragte ich beim Vorstand an, ob ich eine Fortbildung auf Diözesanebene besuchen kann (damals hieß es noch Woodbadgekurs I). Und so kam es, dass ich im Herbst über die mir bis dahin bekannten Strukturen hinaus Pfadfinder-Erfahrungen sammeln konnte und innerhalb einer Woche in Rüthen vieles lernte, was für meine weitere Leitungstätigkeit nützlich war. Und ich bemerkte, dass andere Leiter*innen – egal aus welcher Region – ähnlich ticken und es sich lohnt, auch mal über den Tellerrand zu schauen und Aktivitäten mitzumachen, die über den Stamm Meschede hinaus gehen. Diese Erfahrung sollte mich in Zukunft noch oft begleiten.

Ich habe über die Jahre nicht nur eine Menge Wölflinge, sondern auch viele Leiter*innen der Wölflinge kommen und gehen sehen. Da war der frühere Mit-Rover und langjährigen Wegbegleiter und Freund, der zum Studium irgendwann das Sauerland verlassen hat. Da waren die erfahrenen Leiter*innen, von denen ich gerade als neuer Leiter viel lernen konnte. Da waren meine Schwester und ihre damals beste Freundin, die es irgendwann woanders hin gezogen hat. Leiter*innen, die zum Studium gegangen sind, aber auch manchmal wieder gekommen sind. Engagierte Eltern, die motiviert als Leitungskräfte angepackt haben. Irgendwie bin ich immer den Wölflingen treu geblieben – eine andere Stufe kam für mich nicht in Frage. Und irgendwie ist es auch cool, wenn man heute mit Pfadfinder*innen bei einem Getränk an der Theke sitzt, die man schon von Kindesbeinen an kennt.
Im Kopf geblieben sind mir gerade die großen, manchmal auch verrückten, oder auch besonders schönen Aktionen: Der Rekordversuch der Wölflinge mit der längsten Münzkette der Welt auf dem Stiftsplatz (leider nicht erfolgreich), die Herbstlager mit einer Dauer von einer Woche in einer alten Windmühle am Niederrhein, in einer „Pfadfinderburg“ an der Ostsee und am Edersee, die großen Expeditionen (Wölflingsveranstaltungen des Diözesanverbandes) – insbesondere nach Münster in den Zoo (davon einmal mit zwei Übernachtungen in einer Sporthalle), die Besichtigung des Flughafens Düsseldorf und des Feuerwehrmuseums in Arnsberg, coole Koch-Projekte mit Gerichten aus aller Welt und so vieles mehr.

Und dann waren da noch viele Wochenenden im Diözesanzentrum Rüthen, bei denen ich Weiterbildungen besuchte, andere Leiter*innen kennenlernte und immer viel Spaß hatte. Ich besuchte einen „Woodbadgekurs“, der mich nochmal unheimlich weitergebracht hatte. Ich rutschte ins Programmteam eines Diözesan-Wölflingslagers mit rd. 250 Kindern, gestaltete die ganze Woche inhaltlich mit und stand mit oranger Plüschmaske auf der „Bühne“. Ich besuchte mit anderen Leiter*innen des Stammes ein großes Leiter*innen-Lager des Bundesverbandes mit rd. 3500 Menschen und wir waren 2014 zu zweit auf einem internationalen Treffen für Wölflingsleiter*innen – noch heute folge ich in den sozialen Medien Leiterinnnen aus Malta, die ich dort kennenlernte. Aus solchen Aktivitäten schöpfte ich stets Inspiration und Motivation für die Gruppenarbeit zuhause.

Ich war am Bodensee und in Wales und übernachtete mit Wölflingen am Strand, verbrachte mit Kindern eine Nacht in Hängematten im Wald oder einfach mal in Holland auf der Wiese vorm Zelt.

Viele dieser Erfahrungen möchte ich nicht missen.

Ich weiß noch, wie ich während meines Zivildienstes oft wehmütig aus dem Fenster „meinen“ Wölflingen beim spielen zugesehen habe, weil ich dienstbedingt nur alle 14 Tage zur Gruppenstunde gehen konnte. Wehmütig bin ich auch jetzt. Denn ohne Verstärkung in unseren Leitungsteams können wir den Kindern und Jugendlichen viele Dinge nicht mehr ermöglichen.

Ich kann nur raten: Probier es aus! Lass dich mit deiner ganzen Persönlichkeit auf die Pfadfinderei ein. Sei motiviert, neugierig und bereit, Dinge auszuprobieren. Fahr zu Fortbildungen und ins Zeltlager. Diese Erfahrungen kann dir keiner nehmen. Und vor allem: Tu es für die Kinder – damit sie auch die Chance haben, als Pfadfinder*in in unserem Stamm aufzuwachsen und wertvolle Erfahrungen machen können. Ohne Leitungskräfte funktioniert dies nicht.

Gut Pfad

Daniel

Dieser Bericht kommt später. Bleib neugierig!

Hier kommt später noch eine Ergänzung.