Tag 1: Die Anreise und erste kulturelle Erfahrungen

Endlich ging es wieder los. Eine kleine Gruppe unerschrockener Rover machte sich auf zu einer langen und möglicherweise anstrengenden Reise zum Zellhof bei Salzburg. Unser Gewissen und unser Budget hatten von uns verlangt, dass wir unsere Reise mit dem 9 €-Ticket machen sollten. Das erste potentielle Abenteuer ist also schon die Anreise. Etwa 14 Stunden sollte sie laut Plan dauern – wenn wir alle Züge erreichen. Um die logistische Meisterleistung zu vollbringen mussten wir auch noch Möwe irgendwo auf dem Weg – vermutlich in Würzburg – einsammeln um den restlichen Weg gemeinsam zu fahren.

Es ging also los. Tim und Felix trafen sich um kurz vor 6 Uhr in Meschede am Bahnhof um in den ersten Zug zu steigen. Noch müde und vollbepackt saßen wir in dem schon wartenden Zug. Plötzlich bekam Felix eine Nachricht wo wir uns denn treffen würden. Es war der Daniel der uns noch etwas mit auf den Weg geben wollte. Es war eine Kleine Metalldose mit einem Stift und vielen kleinen Zetteln drin. Und natürlich einem Auftrag was wir auf die Zettel schreiben sollen:

Was hat dich glücklich gemacht? Schöne Aussichten, tolle Begegnungen und Gesten? Ein paar Worte? Der Kaffee am Morgen oder das kalte Bier nach einem anstrengenden Tag? Immer wenn dir was einfällt, schreib es auf und leg den Zettel in diese Dose.

Mit guten Wünschen wurden wir dann in den Zug verabschiedet und machten uns auf die weite Reise. Der Zug fuhr pünktlich um 06:09 ab. Ein gutes Omen? An dieser Stelle wäre es nun an der Zeit sich über verspätete und zu volle Züge aufzuregen und das Fahren in Regionalbahnen für alle Zeiten zu verfluchen. Aber dem war nicht so. Trotz der recht eng getakteten Umstiege erreichten wir alle unsere Züge. Besonders voll waren diese, bis auf einige Fahrradtouristen, auch nicht. In Würzburg trafen wir dann wie geplant auf Möwe, der fast seinen ersten Zug verpasst hatte. Es war 12 Uhr und wir waren hungrig und durstig. Daher gingen wir zum Backwerk in Würzburger Hauptbahnhof und kauften uns die erste Stärkung. Der Kassierer freute sich über uns als Pfadfinder, fragte wo wir hin wollen und wünschte uns eine gute Fahrt. Auch die weitere Fahrt verlief ohne größere Probleme und als wir nach 2 Stunden Stehen im Zug nach München endlich ankamen, probierten wir, da wir ja eine kulturelle internationale Bildungsreise durchführen, bayrisches Kulturgut in Form von Brezen und einem Augustiner Hell.

Als wir in Salzburg ankamen, mussten wir noch den Bus finden, der uns direkt bis zum Zellhof bringt. Als auch dieser Pfad gefunden war erreichten wir genau um 20:09 den Zellhof. Wir wurden von dem Dino – Zeltplatzleitung für diese Woche – Markus in Empfang genommen. Er zeigte uns direkt unser Stück Wiese für die nächsten Tage, damit wir noch im Hellen aufbauen können. Unsere Kohte bauten wir zügig mit dem verfügbaren Bauholz auf und verstauten schon mal unsere Sachen.

Ein wenig verwirrt betrachteten wir den Fahnenappell der Kolonne Brownsea aus Wien. Etwa 300 Pfadfinder*innen standen im Kreis um einen Bannermast und salutierten. Auch das ist internationales Pfadfinden. Andere Länder andere Sitten. Als die Dunkelheit so langsam hereinbrach kochten wir uns noch Nudeln mit Pesto. Ein gutes Essen für einen ersten Lagertag. Nach dem Essen ließen wir den Abend noch am Lagerkiosk ausklingen.

Tag 2: Erstmal wirklich ankommen

Die Sonne stand wie erwartet schon morgens erbarmungslos am Himmel. Um etwa 8 Uhr schälten wir uns also schwitzend aus der Kohte um festzustellen, dass es draußen echt erträglich ist. Heute stand einkaufen (ja auch sonntags) auf dem Plan. Danach wollten wir ein bisschen die Umgebung erkunden und uns von der Anreise erholen. Am Abend zuvor hatte Markus uns angeboten, im Zellhof Team mitzuhelfen, da wir ja eine solch kleine Gruppe sind. Wir wollten uns auch dieses Angebot, bei dem man bestimmt viele nette Leute kennenlernen kann, durch den Kopf gehen lassen. Wir liehen uns also Fahrräder aus, setzten unsere Tagesrucksäcke auf und fuhren zum nächsten Supermarkt. Hier gab es eine gute Auswahl an Backwaren, Obst und Gemüse. Versorgt für den Morgen und die nächsten Tage ging es entspannt wieder zurück, damit wir frühstücken konnten. Danach war die Entscheidung gefallen: Wir helfen ab morgen ein paar Tage im Team mit. Wir freuten uns auf die internationale Erfahrung und ein bisschen Arbeit schadet ja auch nicht. Nachmittags drehten wir noch eine Runde um den Grabensee, um uns mal mit der Umgebung vertraut zu machen. Nachdem wir diese Wanderung von etwa 8 km absolviert hatten sprangen wir an der Badestelle vom Zellhof ins Wasser, um uns abzukühlen. Ein wahrlich wunderschönes Gefühl. Wir bauten uns noch einen improvisierten Sonnenschutz mit der Hilfe unserer Innsbrucker Nachbarn und bereiteten uns auf den Abend vor. Abends aßen wir Couscous mit angebratenem Gemüse und setzten uns in den Kiosk, um schon mal unsere zukünftigen Kolleg*innen kennenzulernen.

Tag 3: Die Arbeit beginnt

Um 7 Uhr standen wir auf, um zum gemeinsamen Team-Frühstück zu gehen und bei der Arbeitseinteilung für den Tag dabei zu sein. Wir sollten erstmal überall ein bisschen dabei sein und die ganzen Abläufe hinter den Kulissen kennenlernen. Was findet man wo? Wie funktioniert die Registrierkasse? Warum wird der Müll so detailliert getrennt? Wo kommt der Biomüll hin? Wo finde ich den Getränkenachschub für die Kioskabende? Wir verkauften Eistee, Süßigkeiten und Postkarten. Beim Biomüll wegbringen konnten wir Kälbchen streicheln. Während der Arbeit im Zellhof-Team gab es Morgens, Mittags und Abends leckeres Essen, das wir in einer kleinen Gruppe in der Küche zubereiten konnten. Der Abendeinsatz im Kiosk war eine gute Mischung aus Arbeit und Leute kennenlernen. Viele Bier und Sommerspritzer (Weinschorle 1/4 Wein 3/4 Wasser) wurden bestellt und verzehrt. Nach einem solchen Abend geht man dann aber auch gerne kurz nach 24 Uhr in sein Zelt und schläft ein bisschen. Denn der nächste Morgen kommt bestimmt.

Tag 4: Der Spezialauftrag

In der heutigen morgendlichen Teamsitzung bekamen wir einen Spezialauftrag für den Nachmittag. Wir sollten mit dem Kanu einen neuen Biwakplatz vom Zellhof auskundschaften. Nach der morgendlichen Arbeit und dem Mittagessen brachen wir also auf zum Kanuplatz und machten uns auf den Weg über den Mattsee zur romantisch benannten Hochzeitsbucht. Vom Wasser war noch nie jemand vom Zellhof Team zuvor da gewesen. Ein Schild am Ufer und eine Karte mit einem Pfeil darauf sollte uns den Weg weisen. Auf dem Wasser waren die etwa 32°C durch den Wind gut auszuhalten. Wir paddelten durch den Gegenwind über leichten Wellengang eine Stunde in Richtung des gesuchten Platzes. Durch die Bäume konnten wir dank unserer pfadfinderischen Augen ein Schild ausmachen. Wir legten also an und betrachteten den Platz. Nach ein paar Notizen und ein bisschen Pause vor der Sonne machten wir uns auf den Rückweg, damit wir pünktlich zum Abendessen wieder am Zellhof sind. Der Rückweg war dank des starken Rückenwindes sehr schnell absolviert. Abends schrieb Felix noch einen kleinen Bericht für die Programmmappe am Zellhof. Auch heute war die Nacht wieder kurz und wir gingen halbwegs pünktlich ins Bett.

Tag 5: Müll wegbringen und der Tag der offenen Töpfe

Die Frage der Mülltrennung sollte heute klar werden. Felix durfte mitfahren zum großen Recycling und Entsorgungszentrum im Salzburger Land. Schön gelegen an der Salzach direkt an der deutschen Grenze wurden alle einzeln sortierten Müllarten in ihre dafür vorgesehenen Recycling Container geworfen. Alles andere, was Restmüll ist wurde gewogen und in eine Grube geworfen in der ein großer Greifer den Restmüll der Verbrennung zuführt. Bei 35°C Außentemperatur ein Erlebnis für alle Sinne, aber auch diese Arbeit muss gemacht werden. Nass geschwitzt machten wir nach einem Sprung in den See gemeinsam Mittagspause am Badesteg. Der Nachmittag bestand wie erwartet aus dem Verkauf von viel Eis und Kaltgetränken. Um 19 Uhr sollte es dann so weit sein – der Tag der offenen Töpfe, eine Tradition am Zellhof. Immer Mittwochs treffen sich alle Gruppen die teilnehmen wollen auf dem zentralen Platz und bieten regionale Speisen für alle zum Probieren an. Es gab alles was man sich wünschen konnte und noch mehr. Kartoffel-/Zucchini-Puffer aus Luxemburg, Tartiflette und Crepes mit Karamellsoße (vom offenen Feuer) aus Frankreich, Currywurst aus Mülheim a.d.R. und Topfenküchlein aus Westösterreich (Vorarlberg und Tirol). Wir ließen es uns schmecken und kamen ins Gespräch. Eine tolle internationale Erfahrung.

Tag 6: Corona ist nicht vorbei

An diesem Tag passierte was passieren musste: Nach bereits einigen Coronafällen im großen Wiener Kolonnenlager hat es auch das Team erwischt. Dank unserem täglichen morgendlichen Testen konnten wir aber eine weitere Ausbreitung verhindern. Trotzdem wirbelt so ein Ausfall doch einiges durcheinander. Aber gemeinsam kann man das auch schaffen. Heute stand also mehr Arbeit als sonst an. Die große Bierlieferung kam und wir beförderten 2 Paletten in den Getränkekeller. Danach hatten wir uns unsere Pause und ein Eis am See mehr als verdient. Ansonsten verlief der Tag ruhig und Möwe und Tim konnten den ganzen Abend damit verbringen andere Pfadfinder*innen kennenzulernen und mit ihrem Gitarrenspiel zu beglücken.

Tag 7: Eine lange Wanderung und abendliche Dienste

Heute haben wir den Vormittag frei bekommen, um uns die weitere Umgebung anzusehen. Also gingen wir in Richtung Tiefsteinklamm. Dort wo ein großer Strom einen Canyon in den Fels gespült hat. Die Wanderung war in der Programmmappe für 2 Tage angegeben, aber nur etwa 25 km lang. Ein Kinderspiel für uns an einem Tag also. Wenn es nur nicht so heiß wäre. An der Klamm angekommen waren wir enttäuscht. Auch das Alpenvorland hat seit Jahren mit Trockenheit zu kämpfen. Das quasi vollständig ausgetrocknete Flussbett erinnert noch an die Größe, die der Bach dort eigentlich haben sollte. Ein einzelner Flusskrebs lief auf den trockenen Steinen herum und suchte sich was zu essen. Wir machten auf einer Bank Pause und genossen den Schatten. Als wir nachmittags wieder am Zellhof ankamen sprangen wir, wie es nun schon quasi Tradition war, einmal in den See um uns abzukühlen. Danach stand der Abendshop auf dem Programm.

Tag 8: Möge der Urlaub beginnen


Nachdem wir uns das jetzt wirklich wirklich verdient hatten, hatten wir für die nächsten Tage Stufenprogramm geplant. Heute sollte es in den Hochseilgarten in Seeham gehen. Wir wanderten also die 5km zum Kletterpark, liehen uns die Ausrüstung und nach einer kleinen Einführung konnte es los gehen. Da immer ein bisschen Verlust ist, schürfte Tim sich sein Knie auf, aber wir kamen ohne größere Verletzungen wieder von den Bäumen herunter. Unsere Schwindelfreiheit wurde ein bisschen geprüft, aber wir absolvierten die schwierigsten Routen in dem Kletterpark. Nachmittags entspannten wir uns am See und schwammen ein bisschen herum. Abends lernten wir Pfadfinder*innen aus Luxemburg kennen und unterhielten uns länger. Nach den anstrengenden Tagen mit wenig Schlaf gingen wir aber mal früher schlafen.

Tag 9: Entspannung muss sein

Wegen der Anstrengung der letzten zwei Tage machten wir heute mal gar nichts. Den ganzen Tag nur entspannen und ein bisschen die nächsten Tage planen.

Tag 10: Salzburg

Wir hatten uns einen nicht idealen Tag ausgesucht um Salzburg zu besichtigen. Es war zu warm und die erdrückende Hitze in der Stadt war uns zu viel. Die Museen interessierten uns nicht genug um 12 € pro Person Eintritt auszugeben, also stiegen wir zur Festung Hohensalzburg auf und drehten eine große Runde auf dem Stadtberg. Hier hatten wir schöne Aussichten über ganz Salzburg. Mittags aßen wir ein leckeres Eis mit Kürbiskernöl, bevor wir uns entschlossen, wieder zurück zum Zellhof zu fahren und den Nachmittag am See zu verbringen. Abends lernte Felix eine Roverrunde aus Dorsten kennen und versprach für Mittwochabend, dass Tim und Möwe zum Gitarre spielen vorbeikommen. Denn sie hatten eine Gitarre, aber niemanden, der sie benutzen kann. Auch heute ging es recht früh ins Bett, denn es war ein Unwetter vorhergesagt. Die Kohte wurde noch einmal nachgespannt und auf Undichtigkeit geprüft. Es wurde nur sehr wenig nass, und wir trotzten den starken Windböen und dem Gewitter. Endlich kühlte es ab.

Tag 11: Das Bergsteigen das ist schön, das Bergsteigen das ist anstrengend

Das Wanderhighlight des Sommerlagers stand an. Wir hatten uns extra den kältesten Tag ausgesucht, um mal in die Alpen zu fahren und auf eine Berghütte aufzusteigen. Wir standen früh auf, damit wir noch vor der Mittagshitze auf einer Höhe ankommen, wo es kühler ist. Wir fuhren etwa eine Stunde vom Zellhof über Salzburg nach Golling um dort unsere Wanderung zum Carl-von-Stahl-Haus zu starten. Die Wanderung sollte etwa 18km lang und 1600 Höhenmeter haben. Eine gute Länge um auch mal körperliche Grenzen zu testen. Die Wanderung begann flach etwa 6 km in das Bluntautal hinein. Es bot sich schon am Taleingang ein erhebendes Alpenpanorama. Steilwände, bewachsene Berghänge und das ein oder andere Restschneefeld in Kuhlen wo das Licht nie hinscheint. Wir aßen unser Frühstück auf einer Bank im Tal und bereiteten uns mental auf einen anstrengenden steilen Anstieg vor. Wir gingen an ausgetrockneten Flussläufen vorbei auf die Steigung zu. Ein nahezu gerader Anstieg um 800 hm zur unteren Jochalm stand uns nun bevor. Die Temperaturen stiegen schon an und durch den Regen der Nacht schwitzten wir im tropischen Klima des Bergwaldes. Oben auf den ersten Almwiesen angekommen öffnete sich die Landschaft und eine frische Brise empfing uns. Hier ist es schön. An der unteren Jochalm konnten wir mit Quellwasser unsere leeren Wasserflaschen auffüllen. Die Hälfte der Höhenmeter war also geschafft. Wir steigen weiter hinauf und konnten unser Ziel genau oben auf dem Joch schon sehen. Naja, etwas später dann nicht mehr. Die ganze Feuchtigkeit der letzten Nacht stieg in Wolken den Berg hinauf und bald waren wir in einer trüben Suppe gefangen. Durch das Läuten von Kuhglocken begleitet ging es auf dem gut erkennbaren Weg an der oberen Jochalm vorbei weiter in Richtung Carl-von-Stahl-Haus. Die Aussicht auf die wir uns so gefreut hatten, mussten wir leider vertagen. Erschöpft kamen wir nach fünfeinhalb Stunden oben an. Wir brachten schnell unsere Sachen ins Bettenlager und gingen duschen. Nach dem bisschen Körperpflege setzten wir uns in die Gaststube der Hütte und ruhten uns aus. Um 18 Uhr gab es dann Abendessen und wir fielen direkt im Anschluss in unsere Schlafsäcke und schliefen wohlverdient ein.

Tag 12: Das Bergabsteigen ist genau so schön, das Berabsteigen ist nicht anstrengend

Wer früh schlafen geht wacht auch früh auf. Um etwa 7 Uhr stiegen wir bereits in Richtung Golling wieder herab. Die Aussicht, die uns gestern noch durch dichte Wolken versperrt war, begleitete uns die erste halbe Stunde bergab. Das Bluntautal lag ruhig vor uns und wir sahen die Almen und Kühe vor uns. Das waren wir alles gestern aufgestiegen? Wir wählten als Abstiegsroute teilweise den Versorgungsweg für die Almhütten. Auf dem Weg lagen noch eine Grotte und zwei Wasserfälle. Die Grotte war St. Hubertus gewidmet und voll mit heiligem Jägerkitsch. Der kleine Umweg mit Aufstieg zum Bluntauwasserfall lohnte sich nicht. Auch dieser Wasserfall war fast komplett trocken. Trotzdem machten wir eine kleine Pause und dachten über die sich verändernde Welt nach. Sowas wird es wohl bald nur noch geben.

Am frühen Nachmittag kamen wir wieder am Zellhof an und machten uns an den Abbau unseres Lagers. Denn es war ja schon der letzte Tag. Die Nacht werden wir im alten Heulager vom Rossstall verbringen. Als wir zusammengepackt hatten kochten wir mit Hilfe der Dorstener Pfadfinder*innen unseren Beitrag zum Tag der offenen Töpfe. Kartoffelbrei mit Spinat und Würstchen. Nachdem wir uns wieder durch allerlei kulinarische Genüsse probiert hatten gingen wir mit viel Vorfreude zur Dorstener Roverrunde um dort unsere Gitarren und Singkünste zum Besten zu geben. Die Greatest Hits des Liederbuchs wurden rauf und runter gespielt und so klang der letzte Lagerabend sehr schön aus.

Tag 13: Die Rückfahrt

Es blieb keine Zeit für Wehmut, denn um noch sicher zu Hause anzukommen standen wir um 6 Uhr auf und packten zusammen. Der Bus um 06:59 kam pünktlich und brachte uns nach Salzburg, wo wir in den ersten Zug stiegen. Die Rückfahrt verlief ohne Zwischenfälle und wir erreichten alle Anschlusszüge. In München war es uns noch zu früh für Bier, aber in Würzburg kauften wir uns wieder Mittagessen bei Backwerk. Es wurde allerdings noch einmal spannend. Als wir in Kassel-Wilhelmshöhe ankamen, bahnte sich an, dass wir den letzten Anschlusszug verpassen könnten. Nunja, ändern können wir es nicht, also lassen wir es auf uns zukommen. Dank sinnvoller Abstimmung der Deutschen Bahn wartete der letzte Anschlusszug aus Warburg auf den sehr langsam fahrenden Rhein-Ruhr-Express. Glücklich und ein wenig ungläubig, dass wir tatsächlich alle Anschlüsse erreicht haben, kamen wir mit nur 10 Minuten Verspätung in Meschede um 20:50 an. Am Bahnhof wurden wir von Lars, der leider wegen seines kaputten Schlüsselbeins zu Hause bleiben musste, mit kühlem Bier in Empfang genommen. Das war ein gelungener Abschluss und wir verabschiedeten uns voneinander, um schnell unter die Dusche zu kommen.