Geschichte des Stammes

Angeregt durch das „Schlammlager“ Pfingsten 1949 des Landes Paderborn im Park des Wasserschlosses Laer bei Meschede gründete Graf Theobald von Westfalen die erste Pfadfindergruppe in Meschede.

Allsamstäglich zogen etwa 10 Jungen aus Meschede zur Sippenstunde nach Laer. Als Pfadfinderheim diente zunächst der Dachboden eines Pferdestalles.

Im Herbst 1950 fand die erste Stammesfahrt in eine Jagdhütte bei Stockhausen satt. Die ersten Prüfungen und Versprechen wurden im Pfingstlager des Landes 1951 bei Hamm abgelegt. Im August 1951 wurde die erste Auslandsfahrt ins Fürstentum Lichtenstein durchgeführt. Bis Ende 1951 war ein starkes Anwachsen des Stammes, nicht zuletzt durch den geschlossenen Eintritt einiger Jungschargruppen, zu verzeichnen. 1953 verzeichnete der Stamm 53 Mitglieder.

Beim Stammesthing 1955 schieden die Sippen der Pfarrei Mariä Himmelfahrt aus dem Stamm aus, um eine eigene Siedlung zu gründen. Es entstanden ebenfalls Ableger des Stammes in Eslohe und Wennemen. 1960 wurden die Stämme St. Marien und St. Walburga jedoch wieder zusammengeführt. 1955 wurde auch bereits ein Osterfeuer durch die Pfadfinder errichtet, welches auch heute noch gebaut wird.

Seitdem wurden zahlreiche Lager durchgeführt, es ging unter anderem nach Schweden, Norwegen oder Schottland. Die Reisen und Aktivitäten dieser Zeit sind leider nicht dokumentiert. Für weitere Ergänzungen und Hinweise zur Geschichte sind wir dankbar.

In den 70er-Jahren fanden bereits Pfadfinder-Weihnachtsbasare in der Innenstadt statt. Diese Tradition hat sich ebenfalls bis in die heutige Zeit gehalten. Seit dem Jahr 1973 gibt es in Meschede auch eine Wölflingsmeute. Fest steht auch, dass es zu dieser Zeit ein Pfadfinderinnen-Stamm der PSG in Meschede gab, der seine Gruppenstunden in den Räumlichkeiten des Klosters veranstaltete. Erwähnt wird dieser in einem Presseartikel aus dem Jahr 1977. In diese Zeit fällt auch der Ursprung des Osterlichterverkaufs und des Lichterschwimmens durch die Pfadfinder.

Die Zeit zwischen dem Ende der 70er-Jahre und der Mitte der 90er-Jahre ist leider lückenhaft – auch hier sind wir für weitere Hinweise dankbar.

Im Jahr 1995 fand ein zweiwöchiges Stammeslager an der Mecklenburger Seenplatte statt, zwei Jahre später (1997) fuhr der Stamm im Sommer drei Wochen nach Schweden.

1999 konnte der Stamm Meschede sein 50-jähriges Jubiläum feiern. Aus diesem Anlass fanden zahlreiche Aktionen statt, unter anderem eine Ausstellung im Foyer der Sparkasse, bei der sich der Stamm der Bevölkerung präsentierte. Eine Tafel am Maibaum im Herzen der Stadt erinnerte an dieses Jubiläum. Der Maibaum ist inzwischen nicht mehr vorhanden. Im Sommer 1999 fand ein Stammeslager in Schottland statt.

Vier Jahre später, im Jahr 2003, führte ein weiteres Stammeslager nach Hard am Bodensee auf den dortigen Pfadfinderzeltplatz. Unvergessen bleiben die Kanutouren über den See.

Zu dieser Zeit fanden die Gruppenstunden im Jugendheim St. Walburga, in dem der Stamm auch einen eigenen Kellerraum zur Verfügung hatte, statt. Zudem wurde dem Stamm ein Haus mit Grundstück am Stadtrand von Meschede zur Nutzung überlassen (sog. Kalbescheid). Nach dem Verkauf dieses Grundstücks durch den Eigentümer bemühte sich der Stamm intensiv um eine neue Unterkunft. 2004 wurde das alte Sportheim in der Lindenstraße von der Stadt Meschede gepachtet. Nach der umfangreichen Renovierung der Räumlichkeiten zog der Stamm 2007 hier ein. Seitdem finden die Gruppenstunden in der Regel in diesen Räumlichkeiten statt.

2009 feierte der Stamm mit einer Wanderung zum Lörmecke-Turm, einem Gottesdienst im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede und einer anschließenden Ausstellung mit gemütlichem Beisammensein am Pfadfinderhaus sein 60-jähriges Bestehen. Im Sommer 2009 ging es in ein Stammeslager ins Pfadfinderzentrum Zellhof bei Salzburg.

Im Jahr 2011 konnte kein großes Osterfeuer gebaut werden, da der Platz am Langeloh nicht mehr zur Verfügung stand. Im Jahr 2012 durfte jedoch eine Wiese „auf der Hardt“ genutzt werden und das Osterfeuer strahlte wieder über Meschede. Am Pfadfinderhaus galt es im Mai im Rahmen eines großen Wochenendeinsatzes innerhalb von 50 Stunden den Vorplatz zu pflastern – dieses ehrgeizige Ziel wurden mit Hilfe von vielen Helfern erreicht. Im selben Jahr ging es im Rahmen eines Stammes-Sommerlagers für 33 Pfadfinder nach Criccieth in Nordwest-Wales und für zwei Übernachtungen nach London. 2013 wurden nach Ostern zum ersten Mal in einer großen Runde viele Punkte und Aktivitäten im Stammesleben diskutiert. Zudem gab es einen Wechsel im Vorstand im Spätsommer / Herbst.

Zu Beginn des Jahres 2014 führten einige der Leiter des Stammes eine Klausurtagung in Olpe durch, um die Aktionen und Aktivitäten des Stammes zu beleuchten und zu bewerten sowie Ziele für die kommenen Jahre zu entwickeln. Ein Osterfeuer gab es auch wieder – obwohl uns dies von Unbekannten schon vor Ostersonntag angesteckt wurde und deshalb ein zusätzlicher Arbeitseinsatz notwendig war. Am 2. und 3. Mai 2014 fand die notwendige Erneuerung des Daches am Pfadfinderhaus statt. Der Stamm hat seit langem wieder mit Dirk Lankowski einen offiziell gewählten Kuraten. Die Pfadis und Rover waren im Sommerlager. Kartoffelbraten und Weihnachtsmarkt fanden ebenfalls wieder statt.

Auch 2015 fand wieder ein Arbeitswochenende der Leiterrunde statt. Diesmal ging es ins Diözesanzentrum im Rüthen. Im Fortbildungsteil wurden die Patizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen behandelt und die Leiter waren sich einig, dass diese sich auch im Stammesleben mehr einbringen sollen, zum Beispiel über Anträge in der Stammesversammlung. Im Sommer 2015 fand ein Stammeslager im Elsass in der Nähe von Colmar statt. Unter anderem besuchten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Europaparlament. Das Jahr endete mit Weihnachtsmarkt und Friedenslicht.

Im Jahr 2016 fand das Osterfeuer am Pfadfinderhaus statt. Im Zuge einer Leiterklausurtagung im November wurde nicht nur reflektiert und geplant, sondern auch ein Spieleworkshop durchgeführt. Der erstmals praktizierte Stammes-Spaßtag führte nach Plettenberg ins Schwimmbad.

Das Jahr 2017 beeinhaltete ein Pfingstlager unter dem Motto „Harry Potter“. Das Stammessommerlager führte nach Schweden. Im Frühjahr fand das Osterfeuer am Pfadfinderhaus statt, zudem wurde das Kartoffelbraten im Herbst nach kurzer Auszeit wieder ins Leben gerufen. Der Stammes-Spaßtag im Herbst führe in die Dortmunder Kletterhalle „Bergwerk“. Im November plante die Leiterrunde in der Klauser Hütte das kommende Jahr. Zudem wurden die Leitungsteams verändert, da ansonsten insbesondere bei den Wölflingen keine vernünftige Stufenarbeit möglich gewesen wäre. Es wurden Ideen zur Leiterwerbung entwickelt. Das Jahresende war wieder von den weihnachtlichen Aktionen geprägt.

In 2018 fand das Osterfeuer wieder am Pfadfinderhaus statt. Ende April/Anfang Mai nahmen 5 Leiter am bundesweiten Leiter-Zeltlager „Leuchtfeuer“ mit insgesamt 3.500 Leitern in Westenohe statt. Das Pfingstlager stand in diesem Jahr unter dem Thema „Märchen“ – inklusive Besuch einer Märchenerzählerin. Beim Stammesspaßtag ging es mit Kanus auf den Hennesee. Im Sommer war die Pfadfinderstufe ein verlängertes Wochenende am Diemelsee. Das Kartoffenbraten im Herbst fand erstmals in Zusammenarbeit mit den Eversberger Pfadfindern am Pfadfinderhaus statt.